Durch Defossilisierung der Keramikindustrie soll die Nutzung von Gas zum Ofenbetrieb von aktuell 90 % auf nahezu 0 % gesenkt werden. Das Erreichen dieses Ziels erfolgt durch die Umstellung auf Wasserstoff- oder vollelektrische Betriebsweisen, die den CO2-Footprint deutlich reduzieren. Thermoprozesse sollen hinsichtlich des Energieeinsatzes durch eine verbesserte Luftdurchmischung innerhalb von Tunnel- oder Batchöfen effizienter gestaltet werden. Dafür werden Heißgaslüfter (HGL) benötigt, die in einem Temperaturbereich bis 1.100 °C bei hohen Drehzahlen kriech- und korrosionsbeständig sind.
Technisches Hauptziel ist die Entwicklung und der Einsatz neuartiger HGL aus faserverstärkter Oxidkeramik (O-CMC) für Thermoprozesse, insbesondere durch den Nachweis der Funktionsfähigkeit in einem Batch- und einem Durchlaufofen in der Keramikindustrie. Die zu entwickelnden HGL sollen im Laufe des Projektes zunächst ausgelegt und konstruiert werden. Prototypen werden durch Fügen von O-CMC-Subkomponenten hergestellt und anschließend auf einem Schleuderprüfstand und in einem HT-Ofen erprobt. Nach erfolgreicher Validierung werden HGL unter realen Produktionsbedingungen in industriellen Ofenanlagen eingesetzt.
Im Rahmen des Projektes CMCVent übernimmt das Zentrum HTL folgende Aufgaben:
| Projektlaufzeit | 1.11.2025 bis 31.10.2028 |
| Förderung | Bundesministerium für Wirtschaft und Energie |
| Ausschreibung | 8. Energieforschungsprogramm |
| Fördersumme HTL | 537.000 Euro |
| Projektpartner und -koordinator | Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. (Koordinator); Alumina Systems; August Lücking GmbH & Co. KG; Institut für Ziegelforschung Essen e.V.; KERATEK GmbH; Rauschert Heinersdorf-Pressig GmbH; Pollrich GmbH; Fraunhofer ISC, Zentrum für Hochtemperatur-Leichtbau GmbH |
| Projektleitung am HTL | Dr. Jens Schmidt |