Digitale Zwillinge und Ofensimulation

Die fortschreitende Digitalisierung in der Industrie eröffnet auch für die Thermoprozesstechnik faszinierende Möglichkeiten für effizienteren Betrieb und schnellere Entwicklung von Ofenanlagen und Hochtemperaturprozessen. Die heute verfügbaren Simulationsverfahren ermöglichen es, Ofensimulationen unterschiedlicher Detaillierung, von einfachen thermischen Bilanzen bis zu komplexen gekoppelten Modellen ganzer Industrieöfen, für zuverlässige Prognosen von Betriebszuständen und des zu erwartenden Ergebnisses der Wärmebehandlung zu nutzen. Die Ofenmodelle können zu digitalen Zwillingen weiterentwickelt werden, die je nach Ausprägung entweder für die automatisierte Ofensteuerung oder eine gezielte Ofen- und Thermoprozessentwicklung eingesetzt werden. Das HTL arbeitet in aktuellen Projekten mit diesen Methoden und entwickelt sie laufend weiter.

Weiterführende Informationen

Digitale Zwillinge

Ein Computermodell eines Produktionsvorganges und der beteiligten Anlagen, das den realen Vorgang so zuverlässig abbildet, dass man damit die optimalen Prozessparameter ermitteln kann, und das in ständigem Datenaustausch mit der Steuerung der realen Ofenanlage steht, bezeichnet man oft als digitalen Zwilling.

Ofensimulation

Bei industriellen Wärmebehandlungsprozessen werden meistens großvolumige Öfen eingesetzt, um den Durchsatz des Erwärmungsguts zu maximieren. Die Übertragung der Wärme von den Heizern auf das Erwärmungsgut erfolgt über Konvektion und Wärmestrahlung in der Ofenatmosphäre, sowie durch Wärmeleitung in den verwendeten Brennhilfsmitteln und im Erwärmungsgut selbst.

 

Weitere Anwendungs- und Produktbereiche

Luft- und Raumfahrt

Energietechnik

Keramik